Erlebnisse im Nordland

Freitag, 5. Februar 2010

die "gute" ex...

Irgendwie spannend, dass die "Zwischenfrau" mehr in Erscheinung tritt als die wirklich langjährige Freundin zuvor...

Das wäre so als würde die Sternschnuppe mehr Bedeutung haben als der wahnsinnige Ex.

Jedenfalls hatte die Gute über das letzte Wochenende den Labrador. Das war durchaus praktisch, da wir einiges vorhatten (ua Kino und Besuch bei Freunden). Solche Aktivitäten sind sonst klarerweise immer durch Einkalkulieren des Hundes geprägt. Wann muß die Blonde wieder raus? Auch die winterlichen Bedingungen würden mir die langen, sehr flotten Spaziergänge etwas erschweren.

Dann aber behielt die Ex die Blonde. Sie hätte sie gerne noch länger. Ach ja, und Futter gäbe es keines mehr. Könntest du nicht...?

Der Nordmann vergaß vorgestern, rief aber auch nicht an. Prompt krachte es.

Immer noch ist das Thema Ex ein schwieriges. Mich ängstigt sie nicht mehr, durch das Thema fühle ich mich auch nicht mehr bedroht. Aber dennoch ist das alles irgendwie komisch... Ich muß zwar über meine Gedanken selbst lachen, dennoch hab ich manchmal den Eindruck, sie tut einiges, damit ich sie ja nicht vergesse, um auf ältere Rechte zu pochen, um zu zeigen, dass sie mehr Anteil an seinem Alltag hat.

Jetzt hörte ich mal ihre Stimme (der Nordmann telefonierte neben mir) - die Stimme erinnert mich echt an Goldschühchen... :-)

Winterwunderweihnachtsbilderbuchlandschaft

habe ich eben vor der Haustür.

Entgegen der Wetterberichte hat es hier nicht -15 Grad, sondern die Temperaturen schwanken so zwischen -4 und +2 Grad. Heute ists eindeutig wärmer, die Bäume sind wieder als kahl oder grün zu erkennen (bis gestern waren auch diese weiß).

Das Glatteis (ca 5 cm dick) fasziniert mich. Natürlich müßte auch hier jeder den "Bürgersteig" räumen, doch kaum jemand macht dies. Warum? Nein, sie sind hier nicht faul, sondern vernünfitg. Auf der Schneedecke rutscht man weniger als am glatten Gehsteig.

Die Gemeinden streuen nicht. Nicht nur, weil das Streusalz mittlerweile sehr knapp ist, sondern generell werden nur die Hauptstraßen und Autobahnen gestreut. Ein Land, das sich ohne Verbote einen vernünftigen Umgang mit Streusalz angewöhnt hat (im Gegensatz zu Wien, wo ja scheinbar täglich das Salzstreuverbot aufgehoben wird).

Und völlig überraschend fahren hier die Autofahrer zu 90% besser bei diesen Straßenverhältnissen als Wiener. Böse Zungen behaupten, das wäre keine Kunst.

Eisschollen treiben in der Nordsee. Die "kleine" nehalennia mußte doch glatt kosten, ob die Eisschollen auch nach Salz schmecken. Brrr... no na! Der Hafenbereich ist zu 70% zugefroren, doch noch zu wenig, um darauf zu gehen. Die Deichanlagen erscheinen im sanften Weiß und die Jugend (aber auch die Nicht-Jugend) nützt alte Rodeln (die gibt es bei uns nicht mal mehr am Flohmarkt), Plastiksackerl und den Hintern um die wenigen Meter hinunterzurodeln.

Überall lachende Gesichter und selbst der Bratwurstmann am Südstrand steht trotz Kälte draußen (ohne wärmendes Hütterl) und schenkt Grog aus. Bin nur ich hier entspannter als zu Hause oder gehen alle entspannter mit den Wetterbedingungen (die hier ja wirklich nicht zur Tagesordnung gehören) um?

Einziger Nachteil: die Schwäne erkennt man/ich tatsächlich nicht mehr auf den Feldern - sie heben sich farblich eindeutig zu wenig ab...

Dienstag, 27. Oktober 2009

DB, die 100.000

Denke ich an den öffentlichen Bereich, fallen mir Wörter wie Bürokratie, Dienst nach Vorschrift, Langsamkeit, „des wor schon immer so“ ein.

Noch vor 10 Jahren wäre ich der Überzeugung gewesen, daß dem öffentlichen Dienst so ein bißchen privatwirtschaftliches Denken gut tun würde.

Doch in den letzten 10 Jahren hat sich meine Einstellung der Privatwirtschft im großen Stil gegenüber geändert. Großkonzerne agieren nur noch via KPI, gesteigertem shareholder value und vergessen völlig, daß sie ihre Leistungen, für die sie Geld erhalten, auch tatsächlich vereinbarungsgemäß – im Sinne ihrer Kunden – erbringen müssen. Großkonzerne sind sich ihrer quasi-Monopolstellung mehr als bewußt und scheinen sicht mit den wenigen Mitbewerbern abgesprochen zu haben. Für den Kunden heißt es „Friß oder stirb“.

Noch schlimmer verhält es sich im ehemalig öffentlichen Dienst. Es wurde Mode, daß Unternehmen, die die Grundversorgung gewährleisten sollen, privatisiert wurden. Alternativen zur DB gibt es nicht – eine Monopolstellung.

Seit Anfang des Jahres fahre ich regelmäßig ins Nordland. Die DB war noch kein einziges Mal pünktlich. Selbst wenn alle klappte, dann hatte zumindest die S-Bahn Verspätung.

Heute morgen kam der Zug bereits 30 min verspätet in Wilhelmshaven an, die geplante Abfahrt konnte nicht eingehalten werden. Es war erst der 2. Zug an diesem Tag.

Dafür wird man aber nun wie im Flieger begrüßt und zahlt ähnliche Preise wie bei einer Airline. Mein Flug Wien – Hannover kostet in eine Richtung €29, die Bahn Hannover-Nordland €20….

Dienstag, 13. Oktober 2009

An Nord-Claudia

Liebe Claudia aus dem Norden,

ich hab dir schon mehrmals gesagt: Finger weg! Du willst Krieg, du bekommst Krieg - verlaß dich drauf! Die Ösi-Tussi mag ja blond und auch naiv sein, unterschätz sie aber nicht! Du glaubst, ganz raffiniert zu sein? Sei gewiß, ich verstehe deine Taktik, mit der du offensichtlich ganz gut fährst. Zumindest hast du den Nordmann wirklich verdammt gut im Griff. Und ich gebe zu, das irritiert mich immer mehr... Dieses Thema geht dich aber nichts an, das kläre ich mit ihm direkt.

Bis jetzt übte ich mich in nobler Zurückhaltung, aber nachdem ich immer noch dampfe und schön langsam sich die Hexe wieder einmal verdammt bequem auf meiner Schulter breitmacht und mir ins Ohr einflüstert, reicht es jetzt bald!

Nur werde ich mich nicht auf dein Niveau begeben - ich spiele agiere weitaus fairer. Hiermit die letzte Warnung! Finger weg! Du wirst sie dir nämlich sonst ziemlich verbrennen.

Samstag, 12. September 2009

Übergang zwischen den Welten

Dieses Blog hatte ich mal vor Jahren angelegt. Der Titel: Übergang zwischen den Welten.

Damals auf dem Weg von einer körperlich Angeschlagenen, zu einer, die wieder auf beiden Beinen stehen kann. Rückblickend betrachtet immer noch erstaunlich, wie sehr mir dieser Snowboardunfall nachhängt. 3,5 Jahre ists her und oft kommt es mir, wie gestern vor.

Bei meiner Loslösung vom Donut hat der Titel immer noch gepaßt. Raus aus der "Sekte", Beginn eines neuen Lebens.

Dann der Wandel zwischen den Welten "Angestellte" und "Selbständige". Dieser Wandel ist vermutlich die Langfristigkeit noch nicht ganz vollzogen - ich bin immer wieder unsicher, ob das alles wirklich so funktioniert, wie es offensichtlich funktioniert. Aber innerlich ist dieser Wechsel vollzogen. Ich glaub, als "Angestellte" wäre ich mittlerweile völlig verdorben.

Und dennoch paßt der Titel: ich wandel zwischen Österreich und dem Nordland hin und her. ich mag das Nordland, fühle mich hier überraschend wohl, fast zu Hause. Doch der Wandel ist ehrlicherweise manchmal anstrengend. Trotz Flug dauert die Anreise im Schnitt 7 Stunden. Ein Arbeitstag. Und doch gehts manchmal zu schnell - die Seele braucht manches Mal länger, um dem Körper zu folgen. Ich kann das noch nicht ganz in Worte fassen, woran es liegt, doch dieses Mal brauchte ich fast 24 Stunden, um tatsächlich angekommen zu sein.

Samstag, 15. August 2009

Hannover

Ich glaub, ich eröffne bald eine neue Unterkategorie: "meine Erlebnisse mit DB, Airberlin und Flughafen Hannover"...

Die deutsche Bahn war dieses Mal fast pünktlich. Andererseits muß man es sich auf der Zunge zergehen lassen, dass ich für 250km (inkl 2 Mal Umsteigen) von 8.44 bis 13.23 unterwegs war. ok, 40 min mußte ich auf einen Anschlußzug warten, dennoch... mit einem Moped hätt ich auch nicht länger gebraucht. Dass die S-Bahn 10 min Verspätung hatte, kostete mich nicht mal ein Zucken der Mundwinkel.

Dieses Mal waren sogar Flughafenangestellte durchaus freundlich. ??? Das verwirrte mich bereits. Die Ernüchterung kam in Wien. Aus meinem Seesack hing die "Innenabdeckung" heraus und der Karabiner, der den Seesack verschließt, war eindeutig falsch angebracht (am Griff). Ich war verwirrt - hatte ich doch das Ding mit einem Vorhängeschloß zusätzlich gesichert. Dann da! Ein Klebeetikett der Bundespolizei Flughafen Hannover - sie hätten mein Gepäck geöffnet.

Soll so sein - im Sinne der Flugsicherheit! Aber es ist doch zu erwarten, dass das Gepäck wieder ordnungsgemäß verschlossen wird. Grrr!

Viele Telefonate brachten Licht in die Sache: Die Airline öffnet, die Polizei durchsucht, entnimmt unter Umständen, legt in diesem Fall einen Zettel mit der Information, was entnommen wurde hinein und die Airline verschließt.

Ich öffnete voller Grant den Seesack - wenn die meine Rettungsweste genommen haben, bring ich sie um!! Laut EATA Bestimmungen darf man diese nämlich mitnehmen! Meine Augen verengten sich beim Anblick eines Zettels. Meine Augen wurden ganz groß, als ich las, was sie entnommen hatten.

2 Feuerzeuge (davon 1 Zippo)!!! Ja, spinnen die jetzt??? Ich hatte das Geburtstagsgeschenk (das Zippo) der Crew extra ins Fluggepäck gegeben, da ich dachte, Benzinfeuerzeuge werden die im Handgepäck nicht erlauben!!!!

Ich erfuhr weiters, es wäre nur 1 (!) Feuerzeug im Handgepäck erlaubt und ein Zippo nur dann, wenn es ganz leer ist. Die 4 Feuerzeuge in der Handtasche fanden allerdings nicht Beachtung. Grrrrr! Das ganze also wegen 2 Feuerzeugen????

Meine Halsschlagader pochte verdächtig, als ich erfuhr, ich könne es persönlich in Hannover abholen. Häh???? Verschickt wird gar nichts! Und maximale Aufbewahrung: 4 Wochen gegen 5€. Häh??????

Die spinnen, die Hannoveraner!

Donnerstag, 18. Juni 2009

Kaffeeeeee

Ich geniesse gerade einen wunderbaren Kaffeeee aus meiner alten, zuverlässigen Saeco.

Nung gut, ganz so wunderbar ist er nicht - sie gehört absolut endlich wieder zum Service - der Kaffee ist im Moment mehr ein "Gschloder" als sonst was...

Aber kein Vergleich zum deutschen Kafffffe ;-) Nur durch unzählige Tassen komme ich dort auf meine notwendige Koffeindosis. Es stellte sich ja heraus, dass der Nordmann im Vergleich zu mir für dieselbe Menge Wasser nur die Hälfte Menge an Kaffee verwendet!

Nur der Umstand, dass er den Kafffffee in einer dunkelblauen Tasse serviert, hindert den ungetrübten Blick auf den Häferlboden ;-)

Dienstag, 16. Juni 2009

back in town

Ich trat die Heimfahrt schweren Herzens in der Früh an. Ich wurde nochmals mit Frühstück und frischen Brötchen verwöhnt, meine Thermoskanne mit Kaffffee gefüllt, Reiseproviant zusammengepackt und dann... ich fuhr... nicht einkaufen, nicht garch mal um die Ecke, sondern die 1000 km zurück.

Der Nachbar beobachtete uns interessiert durch sein Wohnzimmerfenster und ich versuchte, nicht dramatisch zu werden.

Der Himmel weinte mit mir mit und stellenweise erkannte ich das Navi kaum. Dieser Umstand war aber nicht schuld, dass die Abfahrt Oldenbourg-Bremen wegen Öl gesperrt war. Also bis zur nächsten Ausfahrt und wieder zurück.

In Bremen lotste mich das Navi 2x gegen die Einbahn (was ich natürlich nicht tat) und nach der Neuberechnung landete ich - ohne Umweltplakette - mitten in der Stadt....ggggrrr...

3 Versuche brauchte das Navi mit mir, mich wieder auf die richtige Autobahn zu lotsen... Dasselbe Spiel spielten wir nochmals in Hannover! Das wollte mich Niedersachsen nicht fahren lassen..... und wusch.. der Wasserfall war wieder eröffnet.

Je weiter ich nach Osten fuhr, desto wärmer wurde es... Bis an die österreichische Grenze kämpfte ich immer wieder mit den Tränen. Je weiter ich gegen Osten fuhr, desto besser ging aber mein Spuckerl... Die 2000 km schienen ihm echt gut zu tun. Er lief leichter 150kmh und verbrauchte plötzlich um 25% weniger. Zuerst dachte ich ja an eine defekte Tankanzeige.. aber tatsächlich... beim letzten Tanken bewies es sich.. Statt der üblichen 8,5 l plötzlich 6,2

Jetzt frag ich mich - wurde er durchgeputzt oder mit 66.000 km erstmals wirklich eingefahren? ;-)

Zu Hause gings erstmals zum Wirtn - um nichts hätt ich gleich in die Wohnung wollen... Mit der Klanen telefoniert... dann gings etwas besser... Ich war auch völlig irritiert, wie früh es hier im Vergleich zum Norden dunkel wird. Oben sassen wir um 22.30 noch draußen und ich hatte den Eindruck, es wäre erst 20.00 Uhr. Hier fühlte ich mich um 22.00 Uhr bereits wie 2.00 Uhr... So konnte ich zwar schlafen gehen - geschlafen habe ich aber bescheiden...

Sonntag, 14. Juni 2009

Diese Touristen...

Am späten Vormittag an die Nordseeküste nach C.siel gefahren und gehofft, noch frische Krabben von den Fischern zu bekommen. Wir waren aber nur viel zu spät.

Dieses idyllische ehemalige Fischerdorf lebt mittlerweile vom Tourismus und im Sommer muß man für den Strandzugang zahlen und Hunde sind dort nicht erwünscht. Jetzt verstand ich, warum der Nordmann den Sommer (hä, welchen Sommer genau? Es warat wegen der Temperatur gewesen ;-) über die Küste vermeidet.

Touristen, Touristen, Touristen - Menschenmassen, Souvenirstände, Krabbenfahrten - furchtbar! Eine Menschentraube ungeahnter Ausmaße wälzt sich durch die Straßen.

Hallo? Ich war doch im März hier - ein so entzückendes Dörfchen... ok,ok... der Nordmann verstand damals gar nicht, wie ich bei 7 bft Wind an den Deich wollte, um zu schauen, ob Wasser da ist (das im März nieeeee da war) - es wäre dort ja windig! lolol... Er grinste damals ob meines touristischen Verhaltens, jetzt waren mir die Touristen ein Greuel... Ich brabbelte wie eine Einheimische in den geschlossenen hohen Kragen der Segeljacke (ah, zu der muß ich auch noch was schreiben) und schüttelte den Kopf. Als ich dann aber selbst die Kamera zückte, führte sich das alles ad absurdum ;-)

Geendet hat der Ausflug am Südstrand von W. an der Strandpromenade - dort das gleiche in dunkelgrün. Die Touristen aus dem Ruhrpott erzählten schrill viel Unverständliches und nach dem Kaffee wollte ich nix wie weg - die Frequenz der einen Frau war nicht aushaltbar!

Ich werde schneller assimiliert als angenommen....! Und das in einer himmelblauen Segeljacke.. lolol

Was es mit der auf sich hat? Der Nordmann organisierte für mich eine Segeljacke, damit ich meine sperrige nicht immer mitschleppen muß. Sehr nett, ausgesprochen aufmerksam, entzückend.. hach!... Aber diese tauschte er jetzt aus... lolol.. es war das gleiche Modell, das er auch hat und findet Partnerlook unmöglich (dem stimme ich zu), aber muß das folgende Modell gleich in himmelblau sein????????? seufz... ich glaub, ich muß nochmals ausholen und ihm meine Einstellung zu himmelblau, zuckerlrosa und Straßsteinchen sowie Roserl und Schmetterlingen auf Kleidungsstücken näherbringen ;-)

Samstag, 13. Juni 2009

schon wieder klettern!

Dieses Mal in Groningen!

Auch sehr, sehr beeindruckend... wie man hier sieht! Nein, keine Panik, am Außenturm waren wir nicht, da ich "erfolgreich" das Kletterseil in Wien vergessen hab.

Der Nordmann ist tatsächlich infisziert - ich konnte nach 5 Stunden nicht mehr... er reagierte kaum, ich sicherte ihn weiter... Nach 6,5 Stunden streikte ich ;-) Ich weiß jetzt schon, morgen nicht aus dem Bett zu kommen, da der Muskelkater ein fürchterlicher wird ;-)

Klar und deutlich machte ich klar, dass ich mich jetzt auf 2 (!) Zigaretten und einen Kaffee freue und er möge nicht granteln, wenn ich mir jetzt die Zeit am Parkplatz gönne.

Ja, ja...

Nach der ersten Zigarette bugsierte er mich ins Auto, ich riß überrascht die Augen auf, kam aber aufgrund meiner Verblüffung gar nicht aus, verstand überhaupt nicht, was da abging. Er murmelte was von wegen schöneren Platz als am Parkplatz und fuhr mit mir völlig Perplexen auf die Autobahn.

Meine Stirn in Runzeln... ich kochte.... wohlwissend, dass das wegen einer Zigarette völliger Unfug ist und zack wurde es zur Prinzipfrage. Er blödelte noch ein wenig, meinte, der Parkplatz wäre wirklich unangenehm und ich schüttelte den Kopf.. Hallo? Nach 6,5 Stunden sind 15 min Parkplatz noch drinnen...

Ich spürte, wie ich bockig und grantig wurde, immer stiller, leiser, schneidender... Er schnallte es endlich, versuchte mir den anvisierten Platz schmackhaft zu machen und versäumte dabei die Abfahrt zu diesem. Er hätte bei der nächsten Abfahrt umgedreht, ich wollte nicht mehr... der Gusto auf die Zigarette war vergangen, mein Grant verdoppelt.

Ich wußte genau, dass ich unadäquat reagierte... Dass das nicht ok war, ist eine Sache, aber gleich so zu reagieren war auch übertrieben... Aber keine Chance, ich kriegte mich nicht mehr ein und dampfte vor mich hin.

Mir fiel der Durchgeknallte ein, alles verkrampfte sich in mir. Früher hätt ich weiter vor mich hingekocht, der Abend wäre gelaufen gewesen. Nachgeben wollte ich inhaltlich auch nicht ("wehret den Anfängen!")... So fragte ich irgendwann in die Stille "kannst du mir erklären, warum ich mich nicht beruhigen kann, ich weiss, dass das jetzt eine völlig überzogene Reaktion ist, aber ich krieg mich nicht mehr ein"

Ein stiller Blick von der Seite, der Blinker nach 2,5 Minuten nach rechts, wir fuhren bei L. von der Autobahn... Ich habs zuerst gar nicht überrissen... Mitten in die nette, uralte Altstadt mit Hafen, doch der Hauptplatz war bereits im Schatten... Er besorgte 2 Gläser Wein, setzte mich wieder ins Auto und fuhr auf die andere Seite des Hafens. Dort sassen wir gut eine Stunde in der Sonne, die schönere Hafenseite vor uns und er zündete mir alle 3 Zigaretten in dieser Stunde an.

"Es tut mir leid, dass ich über dich drüber gefahren bin, obwohl dir etwas wichtig war, ich habs nicht mitbekommen, weil du dich so beim Rauchen zurückhältst"

Hach! Nochmals kurz darüber geredet (ohne es zu zerreden) und dann schallend über die Reaktionen beider lachen - der Abend verlief genauso harmonisch wie die zuvor!

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