I am sailing

Dienstag, 23. Oktober 2007

ruhe- und rastlos

.. bin ich (leicht erkenntlich an der Zeit dieses Beitrages).

Der angenehme Abend im Kreise von ehem. Donut-Kollegen ist NICHT Grund für meine Unruhe. Kaum zu glauben, aber wahr... Wir lachten viel, die NOCH-Donutler verbreiteten die Stimmung, als wären wir noch alle dabei. Zu zweit, die alles nur vage aus der Entfernung erleben, hatten unseren Spaß und es war, als hätten wir uns heute in der Firma das letzte Mal gesehen. Ein beschaulicher, witziger Abend!

Zu Hause (gegen 00.30) wollte ich nur noch 2 rasche Dinge erledigen und mich dann ins Bett hauen. Eine SMS von der Psychologin gegen 01.00 änderte alles. Wie bereits hier erwähnt, geht es bei der Regatta etwas zu. Sie (und damit auch ich) gab verfrüht Entwarnung. Der Großbaum brach, durchstieß das Segel und ihr Freund wurde verletzt.

Ich erstarrte, mir sausten 1000 Gedanken durch den Kopf, Bilder liefen vor meinem geistigen Auge ab... ich hielt es nicht länger aus und rief sie an. An ihrer Stimme erkannte ich, es ist wirklich durchaus ernst. Gottseidank scheint er nicht schwer verletzt zu sein, vermutlich eine ganz gewaltige Prellung, aber genaues kann man noch nicht sagen. Furchtbar! Aus einem Hobby mit Grenzgängen wurde plötzlich bitterer Ernst.

Sie schilderte kurz den Tag - unvorstellbar! Etliche Yachten gaben - klugerweise - auf. Sie lagen an Platz 4 (kam jetzt doch der Ehrgeiz des Sparsamen durch?). Die Psychologin selbst wäre kurz vorher fast über Bord geschwemmt worden - gut, daß sie angehängt war! Ich glaube, diese Schilderung ließ mich endgültig rastlos werden. Ich bin bekanntlich kein Freund von Anhängen - sie allerdings auch nicht. Hätte ich mich angehängt?

Wenn sie unter Druck/Belastung steht, macht sie sich normalerweise viel zu viel Gedanken um Nebensächlichkeiten. Auch hier: man weiß noch nicht, inwieweit das Boot für die nächste Regatta reparierbar ist, geschweige denn die Überstellung. Who cares? Ich wäre zwar geplanterweise bei der Überstellung dabei, aber das wichtigste ist doch, daß die Truppe heil irgendwo ankommt (sie liegen dzt. in einer Bucht)!

Sie wirkte mitgenommen (no na), die anderen wären sehr unterschiedlich drauf... Ich ließ mir die Truppe durch den Kopf gehen. Oh ja - höchst unterschiedliche Persönlichkeiten! Die Zarte - oje... Der Sparsame.... naja...

Sie wollten Mittwoch ankommen - jetzt sind sie ca 270nm noch entfernt... Was für eine Tortour! Auch das Mittelmeer ist nicht zu unterschätzen... Ich versteh nur nicht, wieso die Regatta nicht abgebrochen worden ist. Angeblich hat es in dieser Nacht auf etlichen Booten mehrere Verletzte gegeben! Schlimm genug, daß so etwas bei Fastnet, Volvo Ocean, Sidney-Hobbart & Co. passiert, aber eine Amateurregatta muß man doch nicht auf Biegen und Brechen durchziehen.... Da fehlt mir echt das Verständnis....

edit: grad hab ich noch beim Business Cup nachgeschaut - Blondl hat wegen 40 kn - und das ist nicht annähernd mit den Verhältnissen im Ionischen Meer vergleichbar - abgebrochen. So sehr er mir unsympathisch wirkt, so sehr hat er wegen dieser Entscheidung an Sympathien bei mir gewonnen...

Montag, 27. August 2007

Diamonds are the girls best friend

Eine für mich untypische Überschrift, doch auch ich bin Frau ;-)

Oftmals erlebt und jede Wiederholung wirkt wie das erste Mal! So werden Glückshormone bei mir ausgeschüttet. Das Glitzern, das Funkeln übt eine unbeschreibliche Faszination aus. Ich kann den Blick kaum losreissen. Immer wieder zieht das Funkeln meine Augen an und sie finden neue Facetten. Das Blickfeld eingeengt, der Atem geht anfangs schneller, beruhigt sich aber nach der Anfangseuphorie so ca nach 20 Minuten. Anschließlich wird die Atmung wieder flacher, alle Muskelfasern entspannen sich, doch der Blick bleibt gefangen.

Hier scheinen die Ohren mit den Augen synchron zu funktionieren. Ich höre nichts mehr, schließlich könnte men Erstaunen ob des Glitzern getrübt werden. Durch oftmaliges Ausprobieren und viel Übung lassen die Ohren höchstens wohlklingende Töne in Form von passender Musik bis ins Hörzentrum vordringen. Klassik ist erlaubt, doch Enya schlägt jede sonstige Art von Tonfolgen. Enya unterstützt das Abgleiten in das Funkeln und ruft eine Art Meditionsstellung in mir hervor.

Das Glitzern, wo das Auge nur hinfällt, die unzähligen Funkelhighlights. Ich verharre bei dem Anblick in Ehrfurcht ob der Natur, die solche Wunder hervorbringt. Ein Schauspiel, das seinesgleichen erstmal finden muss. Immer weder aufs Neue werde ich nicht müde, wenigstens zu versuchen, diesen Anblick und die Reaktion meines Körpers, das damit verbundene Gefühl, zu konservieren, um es in weniger erfreulichen Momente NLPartig hervorzuholen. Es bleibt beim Versuch. Erinnerungen können niemals das unmittelbare Erleben ersetzen.

Diese Momente sind auf Segeltörn fast die Kostbarsten. Ich sitze im Bugkorb an die Vorstag gelehnt, die Segel fangen fast geräuschlos den Vorwind/Halbwindkurs ein, unter mir rauscht die Bugwelle und wir segeln der Nachmittagssonne entgegen, die sich im Wasser spiegelt. Das Glitzern im Meer erscheinen mir wie tausende Diamanten und ich werde nicht müde, diesen Anblick bis zuletzt auszukosten. Ein unvergleichliches Gefühl!

Donnerstag, 23. August 2007

Wiederholungstäter

Und wieder - ein verlängertes Wochenende am Meer!... DAS ist wirklich wahrer Luxus! 4,5 Stunden mit dem Auto und ich bin in einer anderen Welt.

Letztens zu zweit mit KTC - zu zweit segeln hat immer einen besonderen Reiz und doch hat sich was verändert. KTC bangt definitiv um seinen "Hero"-Status beim Segeln und sein Umgang damit nervt etwas. Egal was ich punkto Segeln sage, dementiert er zunächst einmal (außer, es ist sooo ein offensichtlicher Blödsinn, der dabei rauskommt, daß er sich auf einen skeptischen Blick beschränkt). Allerdings bringt es auch mit sich, daß er "riskantere", unüberlegtere Situationen provoziert - er weiß genau, ich hasse so unnötige Adrenalinsituationen. Ich kann mit ihnen zwar immer besser umgehen, aber wozu??

Es ist handhabbar und aus der Beobachtungssituation heraus ist´s zum Schreien ;-)

Die kleine Marina südlich von Caorle war entzückend und absolut ruhig. Ich genoss die Stille und das beschauliche Geschehen. Es muß nicht immer Venedig sein, auch wenn´s dieses Mal St. Gorgio geworden wäre...

Dieses Mal eine Unmenge an Leuten auf dem kleinen Boot! Was zu zweit wahrer Luxus ist, wird zu siebt eng. Doch der öffentliche Schlafplatz im Salon erleichtert die Übernachtung und das Wetter wird lt. Vorhersage trocken.. Bin gespannt, wo es uns hinverschlägt...

Noch immer rätsel ich, was mich so daran fasziniert. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, es tut mir und meiner Ausgeglichenheit gut. A propos - schön langsam wieder gut erarbeitet. Routine im nicht geregelten Alltag gewonnen und es fühlt sich richtig an. Nur manche Gedanken würd ich gerne noch anbringen. Ob jemand für diese Gedanken bei ebay Interesse zeigen würde ;-)

Donnerstag, 16. August 2007

verlängertes Wochenende

Hach! Meer - ich komme! Wenns wahr ist und KTC hält was er verspricht, gehts heute noch Richtung Meer...! Bei dem Gedanken daran fange ich zu lächeln an ;-)

Gestern am See (mit ganz, ganz viel Phantasie kann man sich einreden, man wäre am See) merkte ich, wie sehr mir das Wasser und vor allem der weite Himmel fehlt. Trotz Dachbodenwohnung (und damit für Durchschnittsbürger verhältnismäßig viel Himmel) ist mir dieser gebotene Ausschnitt eindeutig zu klein.

Das Meer - ich kann förmlich das Wasser vor mir glitzern sehen! Der Geruch steigt mir augenblicklich in die Nase und automatisch atme ich tief ein, in der Hoffnung, etwas von diesem Gefühl wieder einmal konservieren zu können.

4 Tage Meer - 4 Tage Unbeschwertheit!

Und danach wird alles wieder planmäßiger! Hab ich mir zumindest vorgenommen ;-)

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