family stuff

Samstag, 13. Oktober 2007

Die Klane und meine Intuition

Meine Klane - sie ist ja endlich wieder da! Jetzt, da ich auch einen freien Kopf und mehr Zeit hab, sahen wir uns auch häufiger, telefonierten...

Auch wenn mir ihre Übersiedelung (nämlich in die Schweiz) schon ewig her erschien, ihr Schweizaufenthalt quasi Jahrezehnte dauert, so lange erscheint es mir, daß sie wieder hier ist.

Die Klane, die körperlich ja die Große ist... Selbst wenn wir größenmäßig, altersmäßig, familienstandsmäßig, kindermäßig und nach vielen auch aussehensmäßig unterschiedlich sind, unsere Verwandtschaft können wir nicht leugnen.

Ich bin in den letzten Jahren oftmals weit an meine Grenzen gegangen und wie´s scheint, bedingen das unsere Gene (Huch, nochmals gut die Verantwortung abgeschoben ;-) Sie war verkühlt, Herpes nervte mehr als, fühlte sich schlapp und müde.

Mich verwunderte nicht, daß die Hausärztin meinte, das Immunsystem wäre dezent untergraben. Es wunderte sie allerdings auch nicht...

Am Freitag hatte ich das plötzliche ungute Gefühl, es stimme was nicht und ich müsse sie anrufen. Ich erreichte sie nicht, ging noch in ein Geschäft und die Wartezeit an der Kassa ließ Zeit für meine Gedanken. Wieso mußte ich sie - gerade unterwegs - jetzt anrufen? Was war das für ein komisches Gefühl, es stimme was nicht? Ich las doch erst ein mail am Morgen, das sie bereits um 07 Uhr irgendetwas geschrieben hatte.

Hexe! Diese Bezeichnung und unzählige Situationen, in denen ich so betitelt wurde, fielen mir ein. Ich erschrak und die Kassierin holte mich aus diesem Horrorfilm heraus. Dann setzte die Logik ein - die Klane wird unterwegs sein, ich versuchs einfach nachher nochmals. Beruhigt setzte ich meinen Weg fort, schob alle eigenwilligen Gedanken mit einem Wisch in eine Ecke und beschäftigte mich gedanklich mit wirklich wichtigen Dingen des Lebens (á la was koche ich heute, gehe ich heute noch klettern, wann muß ich morgen aufstehen)

Aus diesen schwierigen Entscheidungen riß mich ein Läuten - eine mir nicht bekannte Nummer. Eigentlich zum Ignorieren und doch....

Die Klane (kein Wertguthaben) rief von einem fremden Handy an, sie liege im Spital... Bevor ich alles wußte, legte sie auf. Sie war gut eine Stunde nicht mehr erreichbar und mein Gedankenkarussel setzte sich fort.

Die Klane, die Jüngere, Spital?????? Kein Armbuch, kein Beinbruch, keine Schnittwunde... Nur Aussagen, die mich beunruhigen... Mein interner Filmprojektor setzte sich wieder in Gang. Hunderte Bilder von ihr, bei denen ich mir als die Ältere Sorgen gemacht hab. Die Klane, die doch alles immer so souverän meistert...

Endlich rief sie an - schilderte, was sie selbst wußte. Weder beruhigend, noch per se beunruhigend. Seither bin ich zwar durchaus ruhig, weigere mich aber meine Intuition zu fragen. Hexe! Ich fürchte mich vor möglichen Antworten... Also warten wir, bis die Herren in Weiß was von sich geben...

Die Klane liest hier immer wieder rein - daher wird dieser Beitrag erst veröffentlicht, wenn das geklärt ist...

Freitag, 21. September 2007

Das perfekte Dinner

Ich koche dann und wann gerne auf. Jahrelang bekochten wir uns im Freundeskreis einmal pro Monat abwechselnd. Einzige Bedingung: koche etwas, was du noch nicht gekocht hast. Da man/frau üblicherweise bei Gästen nur Bewährtes kocht, war diese Bedingung zunächst eindeutig erschwerend, machte es aber für alle Beteiligten noch reizvoller. Wunderbare, exotische 3 Gänge-Menüs wurden gekocht.

Mittlerweile fehlt mir ehrlicherweise die Übung, doch der Spaß blieb, wenngleich die Küche sich sofort in Chaos verwandelt.

So blieb auch mir die TV-Sendung "Das perfekte Dinner" nicht verborgen. Allerdings beschränkte sich mein Genuß auf wenige Sendungen, da mir die Gäste zumeist völlig zuwider sind. Wieso glauben Vegetarier, daß auf sie automatisch Rücksicht genommen wird (wenn man gar nicht weiß, daß sie Vegetarier sind), für die diversen Vorlieben/Abneigungen kann der Gastgeber doch nicht im Vorfeld Fragebögen austeilen und die Bewertungen/Kommentare - wie soll ich sagen? Die meisten kochen vermutlich zu Hause Fertiggerichte und spielen sich plötzlich als Gourmets auf. Die Suppe war zu wenig fluffy (was heißt das eigentlich), das Fleisch einen Hauch zu durch und nein, das Dessert - viel zu süß (um vom nächsten Gast viel zu wenig süß beurteilt zu werden). Abgerundet wird diese Gruselshow durch völlig ungeniertes Herumstöbern in der Wohnung des Gastgebers. Ich würde ihnen ja auf die Finger klopfen.

Davon abgesehen, was bedeutet "perfektes Dinner"? Im privaten Kreis esse ich gerne etwas Gutes, ich möcht nicht zu noch mehr Essen animiert werden (á la - komm, du schaust so schlecht aus) und sonst möchte ich mich gut unterhalten. Das Essen steht nicht im Vordergrund, sondern die Menschen, die ich treffe. Mich nett unterhalten, sich endlich wieder sehen und kurzweilige Gespräche.

Gestern aber.... hm... Das war eine beispiellose Vorführung von Verhalten wie ich sie an einem gemütlichen Abend NICHT brauche.

Das Goldschühchen putzte wie eine Wilde die Küche, sah mich, strahlte mich an und jammerte 15 min über den Streß, den sie tagsüber hatte (Anm: sie hatte gestern frei). Meine Unterhaltung mit Sonnenschein unterbrach sie ständig (ohne sich zu entschuldigen) und machte ihm Vorwürfe ohne Ende (wieso hast du dort nicht angerufen, hast du das erledigt, die Mieter wollten wieder was, die Putzfrau).

Beim Essen unterbrach Goldschühchen wieder einmal und meinte, sie hätte eine neue Idee! Sie wolle nur mehr 20 Stunden arbeiten und... sie wußte auch bereits den modus operandi, der aber Sonnenschein offensichtlich zuwider war. Eine eheliche Diskussion entbrannte.

Sonnenschein zündete sich in der eigenen Küche eine Zigarette an (ich damit auch) und Goldschühchen zückte einen Aschenbecher von 3,5 cm Durchmesser. Eindeutige Aufforderung, nicht zu rauchen. Jeder weiß, daß ich Nichtraucherzonen akzeptiere, sofern sie ausgesprochen sind. Das kann sie nicht, schließlich raucht der Ehemann und damit fängt der subtile Terror an: Jammern über die Vorhänge (die sie bügeln müsse), Aufreissen der Fenster in Abständen von 10 min (am Ende des Abends hatte die Küche eine Zimmertemperatur von 14 Grad).

Bei solchen Aktionen werde ich immer leicht bockig und rauche doppelt so viel ;-)

Nach dem Essen blieben wir in der Küche einfach sitzen und redeten zunächst über Gott und die Welt. Sie blätterte in einem Bestellkatalog, sparte aber mit Kommentaren nicht. Danach obligatorisches, exzessives Putzen der Küche (begleitet von lautstarken Kommentaren) und sie zählte auswendig alle Gerichte der vergangenen Diät auf. Warf Sonnenschein vor, vielzuviel zu wiegen (ähm.. stimmt durchaus) und zwang ihm dann noch den letzten Apfelstrudel auf. Danach setzte sie sich und manikürierte & lackierte ihre Fingernägel.

Beim Erzählen ihres Urlaubs korrigierte sie Sonnenschein ständig wegen Nichtigkeiten, um plötzlich von der Glühbirne im Keller zu erzählen. Bei meinen Urlaubserzählungen stellte sie wiederholt fest, der Satellitenreceiver der Zentralstation ginge nicht.

Irgendwann blendeten Sonnenschein und ich sie mehr oder weniger aus. Daraufhin schmollte sie, stellte sich an die Wand (es zieht ja auf ihren Platz wegen den offenen Fenstern) und rezitierte die aktuellen Preise von Jakobsmuscheln, Rindslungenbraten, etc. Es wäre alles so unglaublich teuer. Da das nicht zog, mokierte sie sich über das Einschlafverhalten von Sonnenschein.

Kurz nach 11 Uhr verabschiedete ich mich. Am Heimweg fragte ich mich, ob ich jetzt auch so ein unmöglicher Gast wie in der Tv-Sendung wäre... Ich denke nicht. Ich versuchte heute wirklich, ihr entgegenzukommen, doch sie macht es einem wahrlich nicht leicht. Das nächste Mal sehen wir uns bei mir - Kataloge, Bücher und Nagelschere wird sie nicht finden. Was macht sie dann? Meine Küche putzen? Nein, ich vermute, sie schläft nach dem Essen einfach ein. Aber DAS schaue ich mir gerne an!

Mittwoch, 22. August 2007

Klane und die Kröte und heisse Luft

24 Stunden bei den beiden und alles war easy going! Als wären sie nie weg gewesen... Ein Gefühl, das kaum zu beschreiben ist. Der Klanen sieht man auch die Erleichterung an und diese überdeckt die andere Situation. Punktum - mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Die Kröte entwickelt vorpubertäre Züge ;-) Die Heftigkeit ihrer Reaktionen überrascht mich immer wieder (gut, sie ist die Tochter ihrer Mutter) und etwas später springt die Sicherung wieder rein und sie wird zum Kuschelmonster. Jede Minute gilt es hier auszukosten, da dass sicher nicht mehr lange anhalten wird. Sie wirkt schon so erwachsen (und Gottseidank dann wieder sehr kindlich).

Was die Klane an Emotionalität kaum mehr zeigt, kompensiert die Kröte ;-)

Ein langes Gespräch am Abend, gefolgt von einem Himmelfahrtskommando, ein berufliches Papier noch "garch" zu schreiben. Das "garch" war außer optimistisch nur optimistisch und grenzte an völliger Falscheinschätzung der Situation ;-) Da sitzen zwei Schwestern vorm Mac, starren entgeistert auf die am Bildschirm aufscheinende Fragen und selbst die Hoffnung, das alles wäre ein Bug verursacht durch Bill Gates und Konsorten wurde durch das Apfelsymbol am Bildschirm sofort restlos vernichtet.

Alkohol half auch nicht... Kunststück - in der geschlossenen Flasche kann selbst der beste Rotwein nichts. Es mangelte nicht an Flaschen, mehr an den Geräten, diese zu öffnen.

Also Schoko und es wurde in die Tasten gehaut. Zunächst fast zurückhaltend, zögerlich, abwägend, doch wie ist es beim Wetter? Ein Hauch von heißer Luft erzeugt weitere heiße Luft. Am nächsten Tag war unser produziertes "Hoch" schon dermassen ausgeprägt, dass es nur so floß.... Heiße Luft in solchen Mengen, daß ein Heißluftballon in viel zu hohe Höhen vorstossen könnte! Hoffen wir, daß unser "Hoch" nicht auf kalte Luft in Form der Beurteiler stößt. Die Isobaren wären zu knapp beisammen und ein sehr ernüchterndes Gewitter wäre die Folge ;-)

Samstag, 11. August 2007

Die Klane

.. ist zurück! Und sie hatte wirklich Tränen in den Augen! Überraschung also geglückt.
Die Kröte war völlig überdreht, die Urli strahlte endlich mal wieder, auch die Eltern... Wo man hinsah nur strahlende Gesichter - nett!

Viele meinten, die 2 Jahre vergingen flott, mir dagegen kamen sie wie 5 Jahre vor.

Und wurscht is a, die 5 Jahr san jetzt vurbei ;-)

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